Picos de Europa

Picos de Europa

Durch Regen und Nebel war die kurvige Strecke hinein in das kleine Örtchen nicht gerade die angenehmste Anreise. Dafür war Poncebos, der Ort in dem unsere Unterkunft war, später der perfekte Ausgangspunkt für unsere Wanderungen.

Einen kurzen Schrecken bekam ich allerdings, als ich feststellte, dass es hier überhaupt kein Handynetz gab. Da stellte sich natürlich direkt die Frage, ob ich von hier aus überhaupt meine Telefoncalls für die Arbeit führen könnte. Zum Glück gab es in unserer Unterkunft WLAN und das reichte tatsächlich völlig aus. Glück gehabt. 

Poncebos war der ideale Ausgangspunkt für gleich zwei wunderschöne Wanderrouten.  Zum einen die bekannte Ruta del Cares, die entlang der spektakulären Cares-Schlucht führt. Als wir morgens loswanderten, lagen die Berge noch komplett in den Wolken. Später kam sogar die Sonne raus und damit wurde die Wanderung gleich noch schöner. Perfektes Timing! Sie verbindet Poncebos mit Caín und ist somit kein Rundweg. Die ganze Strecke haben wir auch nicht geschafft, eher die Hälfte und sind dann einfach wieder zurück gewandert. Hat sich auch gelohnt.

Zum anderen die Wanderung nach Bulnes, einem kleinen Bergdorf in den Picos de Europa. Hier bin ich auf einen Tinto de Verano und ein Stück Kuchen in ein Restaurant eingekehrt. Dadurch, dass ich kein „richtiges essen“ hatte, musste ich meinen schönen Outdoor Sitzplatz am Flüsschen abgeben und drinnen essen. Wirklich aus dem Grund, dass ich nichts richtiges gegessen habe. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir was anderes gesucht, aber das wurde mir erst mitgeteilt, nachdem ich schon von meinem Tinto getrunken hatte und den wollte ich auch nicht einfach stehen lassen und trotzdem bezahlen. Das war einfach blöd. Ansonsten war das Dorf ganz süß.

Beide Strecken waren richtig schön und landschaftlich beeindruckend.

In unserer Unterkunft gab es außerdem ein integriertes Restaurant. Da weit und breit nicht wirklich eine andere Möglichkeit zum Essen war, haben wir natürlich auch dort gegessen. So kamen wir in den Genuss von Fabada Austuriana, einem traditionellen asturischen Bohneneintopf. Der war tatsächlich richtig lecker. Das war gut, denn die anderen Gerichte waren nicht ganz so unseres, daher gab es einfach 3 Mal Fabada Asturiana zum Abendbrot.

Ansonsten waren wir Früh und Mittags mit unserem mitgebrachten Essen gut versorgt. Praktisch, wenn man schon vorher weiß, dass die Auswahl vor Ort eher überschaubar ist.

Auch gearbeitet wurde ganz flexibel. Teilweise im Frühstücksraum, teilweise direkt aus dem Bett heraus. Im Essensraum war es zwischendurch doch etwas lauter, was für Telefonate nicht unbedingt ideal war.


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