Für Bilbao haben wir uns etwas mehr Zeit genommen. Vier Nächte, sodass zwischendurch auch mal ein „freier Tag“ drin war und wir es etwas gemütlicher angehen konnten.
Unsere Unterkunft lag direkt in der Altstadt, Casco Viejo, was natürlich super praktisch war, da man vieles zu Fuß erreichen konnte. Allerdings war es dort auch ziemlich laut, vor allem nachts. Müllabfuhr und Glasentsorgung haben in den engen Straßen ordentlich gehallt und die Nächte dadurch leider nicht ganz so erholsam gemacht.
Auch die Parkplatzsuche war eher semi-gut. Viele Parkplätze waren kostenpflichtig und bei vier Tagen läppert sich das natürlich. Wir haben uns schließlich für den kostenpflichtigen Parkplatz am Bahnhof entschieden (20€/24h), etwa zehn Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft entfernt. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sollte man die Parkkosten also definitiv mit einplanen.
Ich fand, Bilbao als Stadt, hat überrascht. Vorher hatten wir öfter gehört, dass es nur industriell und überhaupt nicht schön sei. Das können wir so definitiv nicht bestätigen.
Um einen guten Überblick und ersten Einblick in die Stadt und Stadtgeschichte zu bekommen haben wir eine Free Walking Tour mitgemacht.
War okay.
Baskische Pintxos
Das Essen war natürlich wieder ein Highlight. Im Baskenland gibt es die berühmten Pintxos, die wir auch in den anderen Orten hatten, aber nun typische für das Baskenland. Wir haben unter anderem Txorizo a la sidra, also Chorizo in Apfelcider, und Bacalao al pil-pil, Kabeljau in Olivenöl und Knoblauch, probiert. Deliziös!
Auch der baskische Käsekuchen musste natürlich getestet werden, war allerdings nicht so ganz mein Geschmack. Durch die vielen Pintxos ging es abends dann wieder von Bar zu Bar. Ansonsten waren wir eher gemütlich unterwegs, was ganz gut passte, da ich erkältet war.
Gaztelugatxe
Am Freitag ging es etwa 40 Minuten weiter Richtung Norden an die Küste nach Gaztelugatxe. Vielleicht kennt es jemand aus Game of Thrones? Durch das diesige Wetter und die Bewölkung hatte das Ganze einen richtig mystischen Vibe. Dazu das raue Meer und die Wellen, einfach passend.
Die Wege waren teilweise ziemlich steil, sodass man ordentlich außer Atem kam, aber es hat sich definitiv gelohnt.
Zurück in Bilbao haben wir noch einen schönen Spaziergang am Fluss entlang zum Guggenheim-Museum und zu Puppy, der riesigen Blumenskulptur von Jeff Koons, gemacht. Mit Wassernebel wurden das Gebäude und eine Spinnen Skulptur zusätzlich in Szene gesetzt, sah wirklich cool aus.
Abends ging es mal wieder ins Restaurant. Das war diesmal eher mittelmäßig, dafür definitiv lokal. Man kann schließlich nicht jeden Abend einen Volltreffer landen.
Weiter Richtung Picos de Europa
Am Samstag ging es dann weiter Richtung Poncebos in den Nationalpark Picos de Europa. Zum Glück sind wir mittags los, denn gegen 18 Uhr wurde auch Bilbao von starkem Regen überrascht und Teile der Altstadt standen unter Wasser.
Auch unterwegs erwischte uns der Regen, trotzdem machten wir noch zwei schöne Stopps. Am Playa de Santa Justa und in Llanes. Der Strand war wegen des Wetters fast leer, was es eigentlich ziemlich angenehm gemacht hat, dort herumzulaufen. Wir sind auch auf einen Opi gestoßen der uns anbot ein Foto von uns zu machen und er wusste ganz genau was er tat. Er hat die Anweisungen gegeben.
Bilbao war auf jeden Fall eine positive Überraschung . Viel schöner, als wir vorher erwartet hatten, und kulinarisch sowieso ein Highlight.
Arbeit
Arbeitsmäßig hat es gut geklappt, wobei es leider keinen Tisch im Zimmer oder einen Aufenthaltsraum gab. Daher habe ich hauptsächlich aus dem Bett gearbeitet. Mal okay, auf Dauer nicht so meins.


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